In Zusammenarbeit mit der Paulusgemeinde findet am Samstag, den 3. Dezember ab 17.00 Uhr in der Geislinger Pauluskirche wieder das alljährliche Adventskonzert der Musikschule statt. Das Jugendstreichorchester der Musikschule wird zusammen mit den Nachwuchsorchestern „Paganinis“ und „Maxis“ das Konzert unter der Leitung von Susanne Gmelin, Christina Horvath und Holger Frey gestalten.

Zur feierlichen Einleitung des Konzertes erklingt ein Preludio von Johann Gottfried Walther, gespielt von Heinz Lendl an der Rensch-Orgel der Pauluskirche. Danach interpretieren die „Paganinis“ zwei Traditionals aus Nordamerika und Irland, gefolgt von der „Feuerwerksmusik von A. Elsholz.  Eslholz ist in der Geigerszene bekannt für ihre Geigenschule „Susi und Eddi“, das im deutschsprachigen Raum meistverwendete Geigenschulwerk.

Das Querflötenensemble der Musikschule wird danach mit zarten Flötentönen die Zuhörerschaft mit Corellis „Pastorale“ endgültig in die Adventszeit einstimmen.

Neben der Ouvertüre in G-Dur von Johann Bernhard Bach, einem Vetter von Johann Sebastian, dessen größter Teil seines musikalischen Schaffens verloren ging, erklingt eine der zwölf Kammersonaten aus op.2 aus Corellis Feder, die er aus Dankbarkeit für die großzügige Förderung dem römischen Kardinal und Kunstmäzen Benedetto Pamphili 1685 widmete. Die Maxis werden hier die beiden Violin-Solistinnen Asli Cakmak, Clara Vinzenz begleiten. Im darauffolgenden Bach A-Moll-Violinkonzert wird Charlotte Geiger von der Fiddleband begleitet.

Die nun folgende – vom Jugend-Streichorchester gespielte – Suite ist von Purcell zum Trauerspiel „Abdelazer or the moor’s revenge“ komponiert worden. Das blutrünstige Drama stammt von Aphra Behn (1640-1689), der ersten englischen Schriftstellerin, die mit Schreiben ihren Lebensunterhalt verdiente. Besondere Bekanntheit erlangte das Rondo, das von Benjamin Britten als Hauptthema für seine Variationenreihe im Stück The Young Person’s Guide to the Orchestra verwendet wurde.

Danach folgen zwei Stücke, bei denen die Harfe – gespielt von Gunda Hentschel – in Solo-als auch Begleitfunktion in Erscheinung tritt:

Vom Großmeister der Harfe Marcel Georges Lucien Grandjany, der die Harfenszene im letzten Jahrhundert wie kein anderer prägte, erklingt die Arie im klassischen Stil, in der die Harfe virtuos ein Thema variiert. In Vaughan Williams Fantaisa on Greensleeves übernimmt sie dann eine eher begleitende Funktion ein.

Wer sich von vielen jungen Musikerinnen und Musiker und einem sehr abwechslungsreichen Programm in vorweihnachtliche Stimmung versetzen lassen will, ist in der Pauluskirche am 3. Dezember am richtigen Ort!