Das Jugend-Streichorchester der Musikschule Geislingen gibt zwei Sommer-Konzerte gemeinsam mit den Nachwuchsensembles „Paganinis“, „Fiddle-Band“ und „Maxis“.

Am Samstag, den 02. Juli im Canisiusheim in Deggingen und am Sonntag, den 03. Juli in der Jahnhalle Geislingen – jeweils um 19 Uhr.

Die jungen Musikerinnen und Musiker haben sich gemeinsam mit ihren Lehrkräften in vielen Proben und bei einem Proben-Wochenende intensiv vorbereitet.

 

Den Auftakt des Konzerts macht das Ensemble „Paganinis“, unter der Leitung von Susanne Gmelin, mit dem irischen Traditional „The Flower of the Quern“, das 1880 von James Scott Skinner komponiert wurde. Danach folgen ein Scottish Reel „Timour the Tartar“ und der „Hen Coop Rag“ von Edward Huws Jones.

Das fortgeschrittene Streicher-Ensemble „Maxis“ wird unter dem Dirigat von Christina Horvath ein Rondo von Wolfgang Amadeus Mozart musizieren. Danach erklingen zwei Werke zweier bedeutender Pädagogen, die u A. im Bereich der Suzuki-Methode Erfolge feiern und ganze Sammlungen für Streichorchester komponiert oder arrangiert haben: Don Brubaker und Joanne Martin. Zu hören sind von Ersterem „El Toro“, ein spanischer Tanz, der an einen aufregenden Stierkampf in Madrid erinnert und von Letzterer „Linstead Market“, ein jamaikanisches Volkslied, das von einer Mutter erzählt, die mit ihrer Akee-Frucht auf den Markt geht, aber keine verkauft, mit der Folge, dass ihre Kinder hungern müssen. Nach der Toccatina von William Hofeldt, gespielt von den verstärkten Maxis,  beendet die Fiddleband den ersten Konzertteil mit Adeles „Rolling in the Deep“.

Im zweiten Teil des Konzertes steht der Karneval der Tiere von Camille Saint-Saens auf dem Programm. Das mit dem Untertitel Grande fantaisie zoologique versehene und 1886 komponierte Werk wird aufgeführt durch das mit Klavier verstärkte Jugend-Streichorchester unter seinem Dirigenten Holger Frey. Aus Sorge um seinen Ruf entschied sich Saint-Saëns seinen Karneval für Kammerorchester nicht zu veröffentlichen. Denn abgesehen davon, dass der Komponist in den Stücken Tierrufe durch die Instrumente imitierte, hatte er mehrere seiner Berufskollegen, z. B. Jacques Offenbach bei den „Schildkröten“ und Berlioz sowie Felix Mendelssohn Bartholdy beim „Elefanten“, zitiert. Die Komponisten waren zwar zu dem Zeitpunkt schon verstorben, jedoch wollte Saint-Saëns deren Bewunderer nicht verärgern. So erschien das Werk bei seinem Verleger Jacques Durand erst posthum 1921, die Wiederaufführung des Werkes fand zur Karnevalszeit am 25. Februar 1922 unter der Leitung von Gabriel Pierné in Paris statt.

Im Anschluss erklingt noch ein Filmmusik-Medley über „King Kong“, das 2005 von James Newton Howard komponiert wurde.

 

Unterstützt werden die Konzerte vom AlbWerk, von der „Initiative Musikschule Deggingen und Reichenbach“ und dem Förderverein der Musikschule.

Der Eintritt ist frei. Spenden werden nach dem Konzert dankbar entgegen genommen.



Junge Orchester-Klänge gibt’s zu hören am 02. und 03. Juli in Deggingen und Geislingen.